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4.0. Fragen an Christian Allner

Im Gespräch: Stefan Wagner, DB-Projektmanager für „Digitale Flottensteuerung“, BOOM-CEO Andreas Schaller, Christian Allner, DB-Head of Rolling Stock Intelligence Locomotives und BOOM-CTO Bora Man

Wie steigert die DB Cargo Verfügbarkeit auf Basis der Digitalisierung?

Digitalisierung gibt uns die Chance, Verbesserung eigener Abläufe, effizientere Planung und höhere Verfügbarkeit von Loks und Waggons voranzutreiben. Was angesichts einer Flotte von europaweit 92.000 Wagen und 3.400 Lokomotiven, die das Unternehmen europaweit im Einsatz hat, schon eine ordentliche Aufgabe ist. Ein Hebel für eine bessere Verfügbarkeit ist die sogenannte Asset Intelligence, und damit die technische Aufrüstung von rollendem Material. Dabei sorgt die digitale Transformation im Asset Management und in der Instandhaltung dafür, dass intelligente Wagen und Lokomotiven detailliert Auskunft über den eigenen Zustand geben und so in Bezug auf Wartung und Reparatur besser überwacht und gesteuert werden können. Das Condition Monitoring der Wagen und Lokomotiven zahlt auf die Senkung der Materialkosten und zugleich Erhöhung der Fahrzeugverfügbarkeit ein. Dabei schreitet das Unternehmen rasch voran. So sind aktuell beispielsweise mehr als 27.000 Wagen mit Telematik und Sensoren ausgerüstet – bis Ende 2020 werden dies 68.000 sein

Worin liegt die größte IT-Herausforderung für ein führendes Unternehmen wie die DB Cargo AG?

In Deutschland verfügt DB Cargo über 11 große Werke und 15 Außenstellen. An den meisten Standorten bieten wir sowohl Lok- als auch Güterwageninstandhaltung an. Größte Herausforderung im langlaufenden, grenzüberschreitenden Verkehr ist die zuverlässige und termingerechte Abwicklung der Transporte. Um dies zu ermöglichen, hat DB Cargo AG die Produktion vernetzt. Auf der Grundlage einer maßgeschneiderten IT bieten wir grenzüberschreitende Angebote und Produktionskonzepte, eine zentrale, europaweite, Transportsteuerung mit Start- und Ziel-Verantwortung, eine europaweite Steuerung des Fahrzeugeinsatzes und der technischen Betreuung von Fahrzeugen sowie eine Tür-zu-Tür-Liveverfolgung aller Transporte bis 2020.

Welche Rolle nimmt dabei die digitale Flottensteuerung ein?

Die DB Cargo AG hat mit der Gründung des amspire Labs im HOLM – dem House of Logistics and Mobility – in der Nähe des Frankfurter Flughafens einen Hub für innovative Digitalisierungs- und Transformationsprojekte geschaffen. Hier arbeiten interdisziplinäre, motivierte Projektteams im Rahmen des Asset and Maintenance Digitization (AMD) Programms von DB Cargo an zukunftsweisenden Themen rund um den Bereich Instandhaltung und Asset Management von Lokomotiven und Güterwagen. Ein Teil dieses Programms ist die Digitale Flottensteuerung (DFS). Mit der Softwarelösung soll der Instandhaltungsplanungs- und Instandhaltungsbeauftragungsprozess für die ECM 3 Funktion durchgehend digital transformiert werden. Um hier die End-to-End-Betrachtung des Instandhaltungsplanungsprozesses abzubilden, werden wir auch Teile der ECM 4 (Werkstätten) mit unserer Software ausstatten. Konkret wird hier eine intelligente Plattform-Lösung dafür sorgen, dass alle Kapazitäten und Verfügbarkeiten, transparent aufbereitet und auf der Plattform angeboten und gebucht werden können. Die Software soll Nutzer dahingehend unterstützen, aufwändige manuelle Tätigkeiten und Abstimmungen auf ein Minimum zu reduzieren. Dies bildet die Grundlage für die sukzessive Automatisierung der optimierten Werkstattauswahl und Instandhaltungsplanung von Lokomotiven. Ferner werden Triebfahrzeugführer mit der neuen „dlox“-App ausgestattet. Schäden, die nicht via Sensorik erkannt werden, können dadurch durch Mitarbeiter erfasst werden. So stellen wir sicher, dass alle Themen rund um den Instandhaltungsprozess digital abgebildet sind. Wir sind froh, hier mit BOOM Software einen ambitionierten Partner gefunden zu haben.

Welche Vorteile resultieren im Kontext der digitalen Flottensteuerung?

Wenn man bedenkt, dass Güterwagen in der Regel mehrere Jahrzehnte genutzt werden, führt eine intelligente Wartungsplanung schlagartig zu mehr Waggons im Netz. Ähnliches gilt für die Loks: Durch die zustandsorientierte, vorausschauende Instandhaltung wird der Zustand einzelner Komponenten von Loks so gemessen und bewertet, dass optimale Instandhaltungsfristen erreicht werden und das Fahrzeug dann in die Werkstatt geschickt wird, wenn es nicht genutzt wird und sich in der Nähe einer Werkstatt befindet. Die Daten, die aus den Fahrzeugen in die Zentrale fließen, haben auch Einfluss auf die Abläufe in den Werkstätten: Sie werden zur Grundlage von Workshop Management Systemen, bei denen die Auftragsbearbeitung in den Werkstätten digital erfolgt. Statt Berge von Papier zu bearbeiten, arbeiten die Mitarbeiter in den Werkstätten mit mobilen Anwendungen.

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Foto@BOOM