Noch Fragen?

Ihre Kontaktdaten werden zum Zweck der Kontaktaufnahme im Rahmen dieser Anfrage gespeichert. Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie dieser Verwendung zu. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

x

Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Produkten. Nach Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse, bekommen Sie die angeforderte Datei von uns zugesandt.

* Pflichtfelder

4.0. Fragen an Franz Lückler

„Parallel zur Industrie 4.0 brauchen wir Maintenance 4.0“

DI Franz Lückler ist ein nationaler Experte im Bereich der Mobilität. Als CEO der Asfinag, als COO der Efkon AG und zuletzt Geschäftsführer des Mobilitätscluster ACstyria prägte er die heimische Mobilitäts- und Zulieferindustrie maßgeblich. Aktuell ist Franz Lückler in Aufsichtsrat- und Beraterfunktionen von nationalen und internationalen Mobilitätsunternehmen.

Warum ist die Instandhaltung für Unternehmen aktuell ein entscheidendes Thema?

Immer mehr Hersteller statten Maschinen und Anlagen mit immer komplexeren Sensoren aus. Diese erfassen stetig mehr Daten, die meist via Cloud verarbeitet werden. Die Folge ist ein sehr großer Datenspeicher, das sogenannte Data Lake. Mit dieser Entwicklung einhergehend muss sich zwangsläufig auch die Instandhaltung ändern – und allem was dazu gehört: Die Qualifikationen der Menschen, die für Instandhaltung verantwortlich zeichnen, sowie auch die Technologien, die für die Instandhaltung genutzt werden. Soll heißen: Parallel zur Industrie 4.0 brauchen wir Maintenance 4.0.

Welche Rolle kommt dabei dem angesprochenen „Data Lake“ zu?

Es gibt Studien, die zeigen, dass jeder einzelne Mensch durchschnittlich pro Tag etwa 600 bis 700 Megabyte an Daten generiert – sei es privat oder beruflich. Noch viel größere Datenmengen fallen im Bereich Industrie 4.0 an, wo etwa Sensoren Daten von vernetzten Maschinen und Anlagen aufzeichnen – das sind exemplarisch nur zwei von vielen unterschiedlichen Datenquellen, die schlussendlich zu einer regelrechten Datenflut bzw. dem „Data Lake“ führen. Die zentrale Frage lautet nun: Wie kann aus den massiven Datenmassen ein Mehrwert für das Unternehmen generiert werden. Effektive Datenauswertungen mittels „Big Data Analytics“ müssen in Unternehmen bereitgestellt werden, um strukturierte Trends aus den Daten ableiten zu können: Das ist eine entscheidende Basis für „Predictive Maintenance“.

Sind Daten das Öl des 21. Jahrhunderts?

Nicht unbedingt. Daten sind das neue Öl, aber Informationen sind das Gold des 21. Jahrhundert. Industrie-Unternehmen, die zwar Daten über Prozess- und Anlageverhalten aufzeichnen, schießen am Ziel vorbei: Entscheidend ist es, Informationen aus großen, vorhandenen Datensätzen abzuleiten. Die Datenmengen, die für die Aufrechterhaltung dieses Ziels erforderlich sind, werden enorm sein – und eine ganze Reihe von neuen Anwendungen und Diensten mit künstlicher Intelligenz erfordern.

Was müssen Unternehmen tun, um diesen Zug nicht zu versäumen?

In einem ersten Schritt geht es – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen sicher darum, mutig zu sein, es zu versuchen und auch Fehler zuzulassen. Industrie 4.0 ist auch ein unternehmenskulturelles Mindset, ein ganzflächiger Change-Prozess in Betrieben: Oft ist die Technologie Treiber für die Veränderung, der Faktor Mensch wird vernachlässigt – das gilt es unbedingt mitzubedenken. Darüber hinaus kommt natürlich der Instandhaltungslösung eine maßgebliche Rolle zu.

Möchten Sie mit DI Franz Lückler in Kontakt treten?
Schreiben Sie uns!