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Auftragsfortschritt - in Echtzeit informiert

Die Zeit für die Bahn war nie besser: Die Menschen werden mobiler, verzichten aber immer häufiger aufs Auto und gewinnen Zeit durchs Bahnfahren. Der Klimawandel unterstützt umweltfreundliche Verkehrsmittel – und hier liegt die Bahn unschlagbar voran. Aber der Markt und die Anforderungen der Kunden sind in konstantem Wandel. Die Herausforderungen, die auf die Bahn zukommen, sind groß. Die Digitalisierung wird das gesamte System Bahn verändern. In einem gemeinsamen Projekt haben sich die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und Boom Software AG zum Ziel gesetzt, die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen zu digitalisieren. Mit dem Einsatz mobiler Technologien sollen unter anderem Informationen schneller zum Mitarbeiter kommen und somit ein wichtiger Schritt für sicherere und effizientere Instandhaltung gesetzt werden.

Echtzeitstatus zu jeder Abstellung, jedem Auftrag, jedem Arbeitsvorgang

Mit der digitalen Auftragsabwicklung wird der Durchführungsstatus von jedem Arbeitsvorgang mit einem Ampelsystem (grün/gelb/rot) zurückgemeldet. Rasches Reagieren der Produktionssteuerung ist sofort möglich. Egal, obBetriebsmittel bereitgestellt, Ersatzteile besorgt oder zusätzliche Ressourcen zugeteilt werden müssen, mögliche Zeitverzögerungen können so verhindert bzw. zumindest minimiert werden.

Checklisten 4.0

Den Hauptanteil der Auftragspapiere stellen verschiedene Checklisten zu einzelnen Arbeitsvorgängen dar. Diese Schritt-für-Schritt-Arbeitsanweisungen betreffen Tätigkeiten, die dokumentiert und jederzeit nachgewiesen werden müssen.
Bislang wurden Checklisten in Papierform während der Durchführung manuell ausgefüllt und bei Auftragsabschluss manuell in das System übertragen. Mit der digitalen Auftragsabwicklung stehen diese Checklisten nun digital zur Verfügung. Die Dokumentation erfolgt zudem unter Berücksichtigung technischer Plausibilitätsprüfungen.

User-zentrierte Systementwicklung

Bei allen Digitalisierungsprojekten gibt es natürlich Herausforderungen, die überwunden werden müssen. Neue Abläufen müssen jedenfalls besser sein als der bereits bestehende Weg, um rascher akzeptiert zu werden. Userzentriertes Design stellt dabei den Benutzer und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Ein user-zentriertes digitales System bildet die gedankliche Welt des Benutzers ab, spricht seine Sprache, ist leicht erlernbar, behandelt sein Problem, hilft ihm bei der effektiven und effizienten Lösung des Problems, verzeiht so manchen Fehler, unterstützt den Lernprozess, lässt ihm die Freiheit, die er braucht und bietet ihm Führung an, wenn er sie benötigt. Wenn das Produkt diese Eigenschaften erfüllt, stehen die Chancen gut, dass es als neues Werkzeug akzeptiert wird.

Nachhaltigkeit und schnelle Verfügbarkeit

Mit der digitalen Auftragsabwicklung werden sämtliche Auftragsdokumente wie Checklisten, Stücklisten oder Bauanleitungen am Arbeitsstand zur Verfügung gestellt und eine Papierersparnis von rund 97% erzielt.
Bisher mussten für die Aufbewahrung auf große Archive zurückgegriffen werden, da alle Auftragsdokumente für 30 Jahre zur Verfügung stehen müssen. Jetzt sind die gesamten Aufträge in kürzester Zeit digital verfügbar – natürlich unter Berücksichtigung einer revisionssicheren Speicherung.

Projekterfolg spürbar

Sei es bei der Akzeptanz oder der Zufriedenheit der User - die Veränderung wurde begonnen und einer innovativen Verfolgung der Digitalisierungsstrategie steht nichts mehr im Wege. „Mit der Entwicklung der mobilen Auftragsdurchführung wurde der Grundstein gelegt, der neue Wege in der Digitalisierung der Instandhaltung von Schienenfahrzeugen eröffnet. Die nächsten Schritte für uns sind für uns ein digitales Shopfloormanagement, also eine stets verfügbare Ampelansicht über den aktuellen Abarbeitungsstatus der Fahrzeuge je Team sowie eine Gesamtübersicht je Standort hinsichtlich der Lieferdauer der Fahrzeuge.“, so Bernhard Labenbacher, Senior Business Analyst und Projektleiter der ÖBB-Technische Services GmbH.

ÖBB-Technische Service GmbH und Boom Software AG

Von Mitte 2019 bis 2020 feiern ÖBB-TS und Boom Software „20 Jahre Einsatz BOOM MAINTENANCE MANAGER (BMM) bei ÖBB-TS“. In 20 Jahren Kunden-Lieferanten-Beziehung wurde ein System für die Bahnindustrie entwickelt, dass die Anforderungen der Stufe 4 von ECM (Entity in Charge of Maintenance) vollständig abdeckt und sogar darüber hinausgeht.
Die ÖBB-Technische Services GmbH (TS) ist mit 4.000 Mitarbeitern an 25 Standorten der größte Instandhalter für Schienenfahrzeuge und den dazugehörigen Komponenten in Österreich. Jahrzehntelange Erfahrung, modernste Technologien sowie ein dichtes Servicenetzwerk samt Ersatzteil-Pool bilden das Fundament für professionelle, wirtschaftliche und sichere Instandhaltung, auf die aktuell Eisenbahnverkehrsunternehmen aus fünfzehn europäischen Ländern vertrauen. Boom Software AG wurde 1995 in Leibnitz gegründet und beschäftigt sich seit 1999 mit der Entwicklung von Lösungen in der Bahnindustrie. Ob Flottenmanagement, Asset Management oder Maintenance Management, Boom Software verfügt über langjähriges Know-How in diesen Bereichen.

Foto@ÖBB-Technische Services GmbH