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Leistungserfassung – digital und in Echtzeit

Die Zeit für die Bahn war nie besser: Die Menschen werden mobiler, verzichten aber immer häufiger aufs Auto und gewinnen Zeit durchs Bahnfahren. Der Klimawandel unterstützt umweltfreundliche Verkehrsmittel – und hier liegt die Bahn unschlagbar voran. Aber der Markt und die Anforderungen der Kunden sind in konstantem Wandel. Die Herausforderungen, die auf die Bahn zukommen, sind groß. Die Digitalisierung wird das gesamte System Bahn verändern. In einem gemeinsamen Projekt haben sich die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) und Boom Software AG zum Ziel gesetzt, die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen zu digitalisieren. Mit digitaler Leistungserfassung soll damit eine Basis für weitere Ausbaustufen der digitalisierten Auftragsabwicklung geschaffen werden.

Der Schritt in Richtung Digitalisierung

Unternehmen aller Größen werden vom Megatrend Digitalisierung beeinflusst. Die Erfolgspotenziale und Herausforderungen in Unternehmen sind offensichtlich. Neben hohem Innovationspotenzial revolutioniert dieser technologische Fortschritt Geschäftsmodelle, Produktions- und Arbeitsprozesse.

Kunden erwarten, dass sie mit den ÖBB sicher, pünktlich und komfortabel an ihr Ziel kommen. Dieser Anspruch erfordert eine entsprechende Verfügbarkeit, also Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge. Daher müssen sowohl die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge auf hohem Niveau und die Aussetzzeiten der Fahrzeuge, also jene Zeiten, in denen Fahrzeuge nicht zur Verfügung stehen, gering gehalten werden. Für die ÖBB ergibt das unterm Strich eine höhere Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Und das ist ein entscheidender Trumpf im Wettbewerb auf der Schiene. Je besser Entscheidungen der Instandhalter systemtechnisch unterstützt werden, desto genauer können diese Ziele erreicht werden. Eine digitalisierte Instandhaltung erleichtert dies immens und bringt somit entscheidende Wettbewerbsvorteile mit sich.

War bei bisheriger Auftragsabwicklung in vielen Unternehmen jede Tätigkeit handschriftlich zu dokumentieren sowie zu archivieren (im Bahnbereich beträgt die Archivierungspflicht 30 Jahre), so ist es nun möglich, diese zur Gänze digital mittels Zeitstempel und eindeutiger Personalnummer unveränderbar auf einem revisionssicheren Speicherplatz zu sichern.

Was eine digitale und in Echtzeit erfasste Leistungserfassung bedeutet

Unter Leistungserfassung versteht man nicht die Personalzeiterfassung, also das Dokumentieren der An- und Abwesenheitszeiten, sondern die Aufzeichnung angefallener Stunden für einen Auftrag oder eine Tätigkeit. Pro Arbeitsschritt benötigte Zeiten werden von Mitarbeiten durch elektronischen Systemzugriff aufgenommen - direkt, ohne Zeitverzögerung.

Durch einfache An- und Abmeldungen werden Zeiten automatisch erfasst, Ausfüllen von Arbeitspapieren ist somit nicht mehr erforderlich.

Mit dieser Umstellung der Arbeitsweise erhalten Mitarbeiter einen ersten Einblick in die digitalisierte Auftragsabwicklung. Diese stufenweise Herangehensweise erleichtert zudem weitere Schritte in Richtung Digitalisierung.

Die Integration in das Werkstätten Management System

Bereits 1999 starteten die ÖBB damit, Werkstättenprozessedigital abzubilden. Mit dem BOOM MAINTENANCE MANAGER wurde ein Softwaretool eingeführt, dass von der Planung, Vorbereitung über Auftragsdurchführung bis zum Abschluss alles abbildet. Es wurde schon früh damit begonnen Messwerte aus z.B. CALIPRI strukturiert zu verfolgen und eine Lebensakte für alle Fahrzeuge und eine Einbauhistorie aller sicherheitsrelevanter Komponenten abzulegen.

Die Projekte zur Digitalisierung der Auftragsdurchführung werden nun ebenfalls mit Boom Software umgesetzt. Schnittstellen sind daher kein Thema, die digitale Leistungserfassung ist eine mobile Erweiterung des bereits eingesetzten Systems.

Was die Zukunft bringt

Teilweise schon im Piloteinsatz oder in Entwicklung werden Auftragspapiere vollkommen obsolet. Erforderliche Dokumentation, Stücklisten und Checklisten werden digital zur Verfügung gestellt und können dort abgearbeitet werden. Von Eingangsbefundung über Auftragsdurchführung bis zu Betriebsfreigabe sind alle Schritte per Tablet elektronisch zu bearbeiten. Serialisierung relevanter Bauteile und beleglose Lagerlogistik sind weitere Ausbaustufen, die die Ziele der ÖBB-Technische Services GmbH weiter unterstützen.

ÖBB-Technische Service GmbH und Boom Software AG

Von Mitte 2019 bis 2020 feiern ÖBB-TS und Boom Software „20 Jahre Einsatz BOOM MAINTENANCE MANAGER bei ÖBB-TS“. In 20 Jahren Kunden-Lieferanten-Beziehung wurde ein System für die Bahnindustrie entwickelt, dass die Anforderungen der Stufe 4 von ECM (Entity in Charge of Maintenance) vollständig abdeckt und darüber hinausgeht.

Die ÖBB-Technische Services GmbH (TS) ist mit 4.000 Mitarbeitern an 25 Standorten der größte Instandhalter für Schienenfahrzeuge und den dazugehörigen Komponenten in Österreich. Jahrzehntelange Erfahrung, modernste Technologien sowie ein dichtes Servicenetzwerk samt Ersatzteil-Pool bilden das Fundament für professionelle, wirtschaftliche und sichere Instandhaltung, auf die aktuell Eisenbahnverkehrsunternehmen aus fünfzehn europäischen Ländern vertrauen. Boom Software AG wurde 1995 in Leibnitz gegründet und beschäftigt sich seit 1999 mit der Entwicklung von Lösungen in der Bahnindustrie. Ob Flottenmanagement, Asset Management oder Maintenance Management, Boom Software verfügt über langjähriges Know - How in diesen Bereichen.

Foto@ÖBB-Technische Services GmbH