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„X as a Service“: Druckluft statt Kompressoren verkaufen

Die Zukunft der Instandhaltung ist eng an neue Geschäftsmodelle gekoppelt. Mit Hochdruck arbeiten Industriebetriebe an neuen Lösungen, die zu neuen Wertschöpfungsketten führen – und den klassischen Verkauf von Produkten obsolet machen. Bereits jedes fünfte Projekt der BOOM Software erfolgt auf Basis dieser neuen – erfolgsorientierten – Geschäftsmodelle durch.

Vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 wird die Instandhaltung auf eine neue Grundlage gestellt: Instandhaltungsabteilungen der produzierenden Unternehmen, externe Dienstleister – und in schnell steigendem Umfang – Service-Abteilungen der Hersteller von Anlagen und Maschinen diskutieren über völlig neue Szenarien – mit einem Ziel: neue, disruptive Geschäftsmodelle zu entwickeln. Was in der IT schon üblich ist („software as a service“), erfasst nun auch die produzierende Industrie: Mit „x as a service“ bzw. „everything as a service“ werden Geschäftsbedürfnisse befriedigt. Entscheidend: Nicht das jeweilige Bedürfnis wird dabei als Lizenz an einem Benutzer verkauft, sondern lediglich die Benutzung selbiger als Service zur Verfügung gestellt. Das „X“ kann dabei für jedes beliebige Service stehen. „Der Vorteil: Nur die Leistung wird verrechnet– und ist völlig transparent“, erklärt Andreas Schaller, Vorstandsmitglied von BOOM Software, das bereits jedes fünfte Projekt auf Basis von erfolgsorientierten Geschäftsmodellen durchführt. Insbesondere für Start-ups und Kleinbetriebe lohnt sich die Transformation: „Gerade im Aufbau befindliche Unternehmen können davon profitieren, da sie die Kosten von den Umsatzsteigerungen abhängig machen können“, sagt Schaller. Für klassische Konzerne – etwa aus dem Maschinenbau – ist der bloße Einkauf von Leistung aktuell noch kein großes Thema, was für den BOOM-Vorstand nicht gänzlich nachvollziehbar ist: „Erst wenn der Markt gesättigt ist, stellt sich für die meisten Großbetriebe die Frage nach neuen Geschäftsmodellen, dann ist es aber oft zu spät. Es herrscht schon heute Druck umzudenken“, erklärt Schaller.

„Druckluft as a service“

Wie das Umdenken – auch in einem Großkonzern – erfolgen kann, zeigt T-Systems in Zusammenspiel mit dem weltweit tätigen Anbieter von Kompressoren und Druckluftsystemen Kaeser: Die Kompressoren des Konzerns kommunizieren hier mit einer cloudbasierten Machine-to-Machine-Plattform (M2M) von T-Systems, welche die Daten auswertet und – auf Basis von „predictive Maintenance“ – intelligente Vorhersagemodelle für optimale Wartungszeitpunkte oder den Teiletausch zur Schadensvermeidung entwickelt. Die Übertragung erfolgt digital, die Daten werden über Apps auf Smartphone oder Tablets angezeigt. Der Einsatz der „predictive Maintenance“ löst eine bedarfsgerechte Planung der Instandhaltung, die Vermeidung von Ausfall-Kosten sowie steigende Verfügbarkeit aus. Für Kaeser entsteht nun die Möglichkeit, nicht das klassische Verkaufen von Kompressoren in den Mittelpunkt zu stellen, sondern lediglich das, was wirklich vom Kunden konsumiert wird: die Druckluft. Ergo: Es entsteht „Druckluft as a Service“.

„Leistung as a service“

Eines der ersten Beispiele für „X as a service“ ist übrigens „Power-by-the-Hour“ des Triebwerkherstellers Rolls-Royce, das mit dem Produkt „TotalCare“ (umfasst Inspektion, Wartung sowie Instandsetzung und Bereitstellung des Triebswerks) die Leistung verkauft, Flugzeuge durch die Luft zu bewegen. Die Fluglinien bezahlen für die Wertschöpfung, die es erbringt. Damit entfallen jegliche Zahlungen, wenn das Triebwerk ruht oder außer Betrieb ist: Denn das Antriebsaggregat bleibt stets in Eigentum von Rolls-Royce.