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Digitale Flottensteuerung
Boom und DB Cargo revolutionieren die Instandhaltungsplanung von Lokomotiven

DB Cargo setzt bei der Entwicklung der Digitalen Flottensteuerung auf steirisches Know-How

Bis zu 3.000 Lokomotiven werden künftig mit Software aus Leibnitz bei Störfällen in die richtige Werkstatt gelotst

Asset and Maintenance Digitization bei DB Cargo

Die DB Cargo AG hat mit der Gründung des amspire Labs im HOLM – dem House of Logistics and Mobility – in der Nähe des Frankfurter Flughafens einen Hub für innovative Digitalisierungs- und Transformationsprojekte geschaffen. Hier arbeiten interdisziplinäre und motivierte Projektteams im Rahmen des Asset and Maintenance Digitization (AMD) Programms von DB Cargo an zukunftsweisenden Themen Rund um den Bereich Instandhaltung und Asset Management von Lokomotiven und Güterwagen.

Ein Teil dieses Programms ist die Digitale Flottensteuerung (DFS). Mit der Softwarelösung soll der Instandhaltungsplanungs- und Instandhaltungs-beauftragungsprozess für die ECM 3 Funktion durchgehend digital transformiert werden. Die Software soll Nutzer dahingehend unterstützen, manuelle Tätigkeiten und Abstimmungen auf ein Minimum zu reduzieren. Dies bildet die Grundlage für die sukzessive Automatisierung der optimierten Werkstattauswahl und Instandhaltungsplanung von Lokomotiven.

Boom erhält Zuschlag bei Digitaler Flottensteuerung

Zur Unterstützung bei dem geplanten Vorhaben, wurde unlängst BOOM Software mit der Implementierung der Digitalen Flottensteuerung für die DB Cargo AG beauftragt.

Konkret werden für die Deutsche Bahn mit der IT-Lösung rund 3.000 Lokomotiven sowie die jeweiligen Komponenten digital im Programm abgebildet. Für routinemäßige Überprüfungen und potenzielle Störfälle ermittelt die Software die nächstgelegene Werkstätte, „die im Anwendungsfall auch über die entsprechend notwendigen Ersatzteile bzw. das entsprechende Know-how verfügt“, erklärt der BOOM-Vorstand Bora MAN.

Enge Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Im Rahmen der Entwicklung arbeitet das Team von BOOM partnerschaftlich mit dem Projektteam der Digitalen Flottensteuerung vor Ort im amspire Lab zusammen. Die Teams ergänzen sich mit unterschiedlichen Kompetenzen und vereinen fachliches Know-How, einen hohen Anspruch an Design und die User Experience sowie die notwendige technische Expertise. Dabei ist laut Product Owner Stefan Wagner „mittlerweile ein enges Verhältnis entstanden und die Zusammenarbeit wird von Woche zu Woche besser.“ Projektleiter Christian Allner ergänzt, dass „die physische Nähe der Teammitglieder ein entscheidender Faktor für die schnellen und guten Fortschritte ist, die bereits im Entwicklungsverlauf erzielt wurden.“

Zukunftsweisende Beauftragung

Bis 2020 soll die BOOM-Lösung Vollbetrieb aufnehmen. Insgesamt erstreckt sich die Kooperationsvereinbarung auf acht Jahre und könnte bis zu 400.000 Schienenfahrzeuge verwalten. In weiteren Ausbaustufen soll zum Beispiel künstliche Intelligenz dafür sorgen, dass aufgrund der Interpretation von Erfahrungswerten, konkretere Störungsursache vorhergesagt und somit noch genauer in der Instandhaltung geplant werden können. Auch die Integration von externen Werkstätten in anderen Ländern steht für MAN im Raum: „Mit unserer Softwarelösung ist es möglich, sämtliche Bahnunternehmen weltweit zu versorgen“, zeigt er sich zuversichtlich für die Zukunft.

 

https://www.dbcargo.com/rail-deutschland-de

 

Berichterstattungen:

https://industriemagazin.at/a/steirische-software-lenkt-loks-der-deutschen-bahn

https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/wirtschaftktnhp/5500250/Vetrag-mit-Boom-Software_Warum-die-Deutsche-Bahn-auf-Software-aus

https://steiermark.orf.at/news/stories/2937233/

http://www.wirtschaftsinsider.com/thecms/?p=1639

https://derstandard.at/2000087796891/Steirische-Software-lenkt-Loks-der-Deutschen-Bahn-in-Werkstaetten